Der Prager Meridian

Der heutige Tag in der tschechischen Geschichte

Am 12. Februar 1784 wurden gemäß einem Erlass von Kaiser Joseph II. vier eigenständige Prager Städte administrativ zusammengelegt: Staré Město (Altstadt), Nové Město (Neustadt), Malá Strana (Kleinseite) und Hradčany (Burgviertel). Sitz der neuen Stadtverwaltung wurde das Altstädter Rathaus auf dem Altstädter Ring.

So entstand die „Königliche Hauptstadt Prag“ (Královské hlavní město Praha) und endete die jahrhundertelange Existenz Prags als Zusammenschluss einzelner Stadtgemeinden, von denen jede ihre eigene Selbstverwaltung, Privilegien und Wirtschaftssystem hatte.

Die jüdische Stadt (Josefov) wurde später – im Jahr 1850 – als fünfter Stadtbezirk an Prag angegliedert und erhielt dafür den Volksnamen „Fünfter Bezirk“ (Pátá čtvrť).

Die endgültige Erweiterung und Vereinigung Prags mit den umliegenden Vororten erfolgte bereits in der Zeit der Ersten Tschechoslowakischen Republik: 1922 wurde das sogenannte „Groß-Prag” (Velká Praha) gegründet, das Dutzende ehemals unabhängiger Gemeinden umfasste.


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